Zwei Millionen-Projekt

RWE erhält Genehmigung für Bau eines neuen Kohlekraftwerks (Upd.)

RWE darf sein mit kommunalen Partnern geplantes neues Steinkohlekraftwerk im westfälischen Hamm bauen. Die Bezirksregierung Arnsberg habe der RWE Power AG die dafür notwendige Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erteilt, wie der RWE-Konzern mitteilt.

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Essen/Hamm (ddp.djn/sm) - Die Bauvorbereitungen seien bereits eingeleitet. Rund zwei Milliarden Euro sind für den Steinkohlendoppelblock vorgesehen. Mehr als ein Zehntel der Gesamtinvestitionen soll in der Region verbleiben und heimische Arbeitsplätze sichern. Den Angaben zufolge sollen 3000 Menschen in Spitzenzeiten auf der Baustelle arbeiten.

Der erste Block des Kraftwerks soll Mitte 2011 in Betrieb gehen, der zweite Anfang 2012 folgen. Das Kraftwerk soll eine Leistung von 1600 Megawatt aufweisen. Mit einem Wirkungsgrad von rund 46 Prozent solle das Kraftwerk im Vergleich zu Altanlagen rund 2,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Das sei eine Verringerung von rund 30 Prozent, hieß es.

An dem Vorhaben beteilten sich neben der RWE Power AG 23 Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Sie haben sich zu der Arbeitsgemeinschaft GEKKO (Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle) zusammengeschlossen und werden über einen Anteil von 350 Megawatt verfügen.

Die NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) begrüßte das Vorhaben. Der Kraftwerksbau sei ein "wichtiger Schritt hin zur Erneuerung des Kraftwerksparks" in NRW, betonte die Ministerin. Zudem werde aufgrund der hoch effizienten Kraftwerksblöcke ein "bedeutsamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet", hieß es.