RWE Energie steigert Anteil an tschechischem Regionalversorger STE

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Die RWE Energie AG hat ihren Anteil am tschechischen Regionalversorger Stredoceská energetická a.s. (STE) auf mehr als ein Drittel erhöht. Bislang hielt RWE Energie 27,5 Prozent der Aktien an dem mittelböhmischen Unternehmen. Dieser Anteil wurde nun auf rund 35 Prozent aufgestockt. Die aktuellen Zukäufe stammen aus einem Aktienpaket, in dem die Stimmrechte einiger mittelböhmischer Kommunen gebündelt waren. Nach Mladá Boleslav haben jetzt weitere kommunale Aktionäre wie die Städte Kladno, Melnik, Kralupy und Neratovice ihre Stimmrechte veräußert.



RWE Energie ist mit diesem Anteilserwerb zweitgrößter STE-Aktionär. Die Mehrheit des Aktienkapitals (etwa 58 Prozent) hält über den Treuhandfond FNM (Fond des Nationalvermögens) die Tschechische Republik. "Wir bekräftigen mit dieser Aufstockung unsere auf lange Sicht angelegte strategische Partnerschaft im tschechischen Energiegeschäft und bauen so unsere seit Jahren gute Kooperation mit der STE konsequent aus", so Dr. Klaus Bussfeld, Vorstandsmitglied der RWE Energie. Und: "Durch solche Investitionen tragen wir dazu bei, die tschechische Energieversorgung im Hinblick auf die geplante EU-Erweiterung zu unterstützen und wettbewerbsfähige Strukturen auch im Interesse der Bürger und der regionalen Wirtschaft zu schaffen".



STE versorgt das Prager Umland sowie Mittelböhmen mit Elektrizität. Der jährliche Stromabsatz liegt bei über sechs Milliarden Kilowattstunden. Dies entspricht einem Anteil von 14 Prozent am tschechischen Strommarkt. Neben der seit 1992 bestehenden engen strategischen Zusammenarbeit mit STE unterhält RWE Energie projektorientierte Kooperationen mit der tschechischen Stromverbundgesellschaft CEZ sowie mit Regionalversorgern im Strom- und Gasbereich. An den Prager Gaswerken Prazska Plynarenska a.s. (PP) hält RWE Energie 11,7 Prozent. Gemeinsam haben beide Unternehmen die Gesellschaft Prometheus gegründet, um den umweltgerechten Erdgaseinsatz in Prag und Umgebung durch Energiedienstleistungen im Wärmebereich zu fördern. Die von RWE Energie mitgegründete SKO-ENERGO hat in diesem Jahr ein Heizkraftwerk in Betrieb genommen, das das Skoda-Automobilwerk mit Energie versorgt.