500 Messpunkte

RWE/EnBW transportieren Brennstäbe

Derzeit rollt wieder ein Castortransport von abgebrannten Brennstäben aus deutschen Atomkraftwerken in die Wiederaufarbeitungsanlage ins französische La Hague.

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Aus dem Kernkraftwerk Biblis der RWE Power wird heute ein Behälter mit 12 abgebrannten Brennelementen aus dem Block B in die französische Wiederaufarbeitungsanlage nach La Hague transportiert. "Der Transport ist notwendig, da die Lagerkapazitäten am Standort erschöpft sind", heißt es in einer Mitteilung von RWE. Der Transportbehälter - vom Typ TN 13/2 - stammt aus dem deutschen Behälterpool. Die besonderen Reinigungsvorschriften wurden auch bei der Beladung und der Transportvorbereitung des Behälters aus dem Kraftwerk Biblis angewandt. Zur Bestätigung der erfolgreichen Reinigung wurden vor Verlassen des Kraftwerksgeländes an etwa 500 Punkten der Behälteroberfläche sowie am Waggon Strahlenschutzmessungen vorgenommen. Alle Messergebnisse lagen deutlich unterhalb der vorgegebenen Werte, so RWE.


Zudem haben drei Behälter mit abgebrannten Brennelementen heute Mittag das Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Richtung der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague verlassen. In den beiden Transportbehältern vom Typ TN 17/2 werden jeweils 17 Brennelemente des Siedewasserreaktors (Block 1) transportiert und im Behälter vom Typ TN 13/2 insgesamt 12 abgebrannte Brennelemente des Druckwasserreaktors im Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg. Die Überprüfung der Behälter und Waggons unter Aufsicht unabhängiger Gutachter und staatlicher Behörden an etwa 500 Messpunkten blieb ohne Befund. Das Kernkraftwerk Philippsburg plant in diesem Jahr zur Aufrechterhaltung des Betriebs weitere Transporte, gab die EnBW bekannt.