Bericht

RWE denkt offenbar über Verkäufe an Finanzinvestoren nach

Es muss Geld in die Kasse: Angesichts seiner hohen Schulden erwägt der Energiekonzern RWE laut einem Pressebericht den Verkauf von Kohlekraftwerken an Finanzinvestoren - was der Konzern nicht bestätigen wollte. Bislang war RWE beim Verkauf von Unternehmensteilen nicht viel Erfolg beschieden.

RWE© RWE AG

Essen/Düsseldorf (dpa-AFX/red) - Das Unternehmen beschäftige sich damit, um Geld in die Kasse zu bekommen, zitiert die "Wirtschaftswoche" vom Montag einen RWE-Insider. RWE sondiere in der Finanzbranche die Meinung möglicher Investoren. Der Konzern wollte das nicht kommentieren.

Betrieb könnte künftig attraktiver werden

Ein Einstieg für Investoren gilt derzeit allerdings als wenig attraktiv, da viele Kraftwerke wegen des Verfalls der Preise an der Strombörse kaum noch Geld verdienen. Das könnte sich ändern, wenn die Kapazitäten verknappt und Vergütungen dafür bezahlt würden, dass sich mit den Anlagen die Stromversorgung stabilisieren lässt.

Was außerdem geplant ist

RWE braucht angesichts von 35 Milliarden Euro Schulden und sinkenden Erträgen dringend Geld. Bislang hatte der Konzern mit dem Verkauf von Unternehmensteilen wenig Erfolg. So stößt etwa die Öl- und Gasfördertochter Dea dem Vernehmen nach bislang auf wenig Interesse. Um zu sparen, wird die Dividende für dieses Jahr halbiert. Zudem will der Konzern mehr Stellen streichen.