Untersuchungen

RWE Dea plant CO2-Speicherung im Erdboden

Der Energiekonzern RWE Dea AG will in Schleswig-Holstein die dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid im Erdboden erforschen. Erste geologische Untersuchungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen, wie Wissenschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) am Mittwoch in Kiel ankündigte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Kiel (ddp-nrd/sm) - Dabei handelt es sich um die Kreise Nordfriesland und Ostholstein sowie die küstennahe Nordsee außerhalb der Zwölf-Meilen-Zone. Sollten sich die geologischen Formationen im Norden bei Untersuchungen als geeignet erweisen, könnte im Frühsommer 2010 eine Erkundungsbohrung stattfinden, sagte RWE-Dea-Vorstandschef Georg Schöning. Der Konzern hofft, später mindestens 100 Millionen Tonnen in Tiefen ab 1000 Meter zu versenken. Die geschätzten Kosten für den Bau eines solchen Speichers betragen rund 60 Millionen Euro. "Über Millionen von Jahren gespeicherte Erdgasvorkommen zeigen uns, dass Gase sehr langfristig und sicher geologisch eingeschlossen werden können", sagte Schöning.

Die Landesregierung will mit dem Projekt langfristig den Kohlendioxid-Ausstoß der schleswig-holsteinischen Kohlekraftwerke für die Klima-Bilanz neutralisieren. "Denn Kohlendioxid unter der Erde ist besser als Kohlendioxid über der Erde", sagte Austermann. Ein denkbarer Speicherplatz für zwei Milliarden Tonnen würde genug Platz für das Kohlendioxid-Aufkommen von zehn großen Kraftwerken innerhalb von 40 Jahren bieten. Die Suche nach dem Kohlendioxid-Speicher wird unter anderem von der Kieler Universität mit einem entsprechenden Forschungsprogramm begleitet.