Spekulationen

RWE-Chef Roels offenbar doch zu vorzeitigem Rückzug bereit

RWE-Vorstandsvorsitzender Harry Roels ist scheinbar doch zu einem vorzeitigen Rückzug bereit. Das habe er in einem Gespräch mit seinem Nachfolger Jürgen Großmann und dem RWE-Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Fischer erneut angeboten, berichtete die FAZ unter Berufung auf den "RWE-Eigentümerkreis".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp/sm) - Laut dem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwochausgabe) ist Roels nur bei Auszahlung seiner vertraglichen Ansprüche zu einem vorzeitigen Ausstieg bereit.

Ein RWE-Sprecher bezeichnete den Bericht als "reine Spekulation". Roels habe bereits in der vergangenen Woche bei der Präsentation der Halbjahreszahlen ausführlich zu dem Thema Stellung bezogen, sagte er. Dem sei nichts hinzuzufügen.

Roels hatte am vergangenen Donnerstag noch einmal ausdrücklich bekräftigt, dass er seinen bis Ende Januar 2008 laufenden Vertrag erfüllen wolle. Sein Nachfolger Großmann soll bereits am 1. November in den RWE-Vorstand eintreten und Anfang Februar 2008 den Vorsitz übernehmen.

Offizieller Hintergrund für Roels Ausscheiden ist die von RWE festgelegte Altersobergrenze von 60 Jahren. Der 59-Jährige Roels hatte sich jedoch bereit erklärt, den Energieriesen noch ein Jahr länger zu steuern. Dass der RWE-Aufsichtsrat das Angebot nicht akzeptierte, wurde als interne Kritik an dem Manager interpretiert.