Spekulationen widerlegt

RWE-Chef Roels gibt Amt nicht vorzeitig an Nachfolger Großmann ab

Der scheidende RWE-Vorstandsvorsitzende Harry Roels wird sein Amt nicht vorzeitig abgeben. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens bekräftigte er, bis Ende Januar 2008 im Amt zu bleiben. Zudem gab das Unternehmen des Bau eines weiteren Gaskraftwerkes in Großbritannien bekannt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp.djn/sm) - Auch RWE-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fischer trat Spekulationen über einen früheren Start des designierten Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann entgegen. Fischer bekräftigte auf der Hauptversammlung, Großmann werde zum 1. November in den Vorstand des Konzerns eintreten.

Der bisherige Stahlmanager Großmann soll am 1. Februar 2008 das Amt von Roels übernehmen. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Spekulationen über einen früheren Eintritt Großmanns gegeben. So hatte der "Platow"-Brief geschrieben, der neue Vorstandschef werde auf Drängen Fischers bereits zum 1. September nach Essen wechseln.

Des weiteren wurde bekannt, dass RWE den Bau eines zusätzlichen Gaskraftwerks in Großbritannien erwäge. Man plane bis zu zwei große Gaskraftwerke an den Standorten Pembroke oder Staythorpe zu bauen, erklärte Roels. Bislang hatte RWE nur den Bau eines neuen Kraftwerks in Aussicht gestellt. RWE wolle mit dem Bau des neuen Kraftwerks die Marktchancen in Großbritannien nutzen und seine Investitionsrisiken breiter streuen, sagte Roels laut Redetext: "Je unberechenbarer die politischen Rahmenbedingungen für Großinvestitionen in Deutschland werden, desto wichtiger ist es, Optionen im Ausland zu haben."