An einen Tisch

RWE-Chef Großmann fordert Energiepakt für Deutschland (Upd.)

Der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann hat einen Neustart der energiepolitischen Gespräche in Deutschland vorschlagen. Kunden, Politiker, und Energiewirtschaft müssten an einen Tisch, sagte er . Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) hat den Vorschlag begrüßt.

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Hannover/Essen (ddp-nrw/sm) - "Das ist der lange überfällige Abschied von Denkverboten in der Energiedebatte", sagte Thoben der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". "Wir brauchen keine Gralshüter des jeweils nur nach eigener Einschätzung einzig richtigen Wegs in der Energiewirtschaft, wir brauchen einen offenen ergebnisorientierten Dialog und dann gemeinsame Lösungen", so die Ministerin.

Großmann hatte einen neuen "Energiepakt für Deutschland" vorgeschlagen. Anlässlich der niedersächsischen Energietage in Hannover sagte der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten deutschen Energieversorgers, Kunden, Politiker und Energiewirtschaft müssten an einen Tisch. Von besonderer Bedeutung seien erneuerbare Energien und eine deutliche Ausweitung der Energieforschung. "Die aktuelle Konfrontation zwischen Industrie, Energiewirtschaft und Politik muss ein Ende haben. Wir können so nicht weitermachen", sagte Großmann.

Es sei Zeit, an den Lösungen für die drängenden energiewirtschaftlichen Aufgaben der Zukunft konstruktiv und vor allem gemeinsam zu arbeiten. Für Investitionen in klimaschonende Technologien sieht Großmann Energiebranche, Verbraucher und Politik gemeinsam in der Pflicht.