Ausbau

RWE: Braunkohlenkraftwerk in Ungarn geplant

Im ungarischen Visonta will der Stromerzeugers Mátra ein Braunkohlenkraftwerk mit einer Nettoleistung von 400 Megawatt errichten und den Braunkohlentagebau Bükkábrány ausgebauen. An dem Unternehmen hält RWE Power die Anteilsmehrheit und auch EnBW ist beteiligt.

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Essen (red) - Wie der Essener Energiekonzern mitteilt, wird eine Investitionssumme von 750 Millionen Euro eingeplant. Erforderlich sei noch die Zustimmung des Aufssichtsrates. RWE Power ist mit 50,9 Prozent an Mátra beteiligt, das staatliche ungarische Energieunternehmen Magyar Villamos Müvek (MVM) mit 25,5 Prozent und die EnBW mit 21,7 Prozent.

"Mit diesem Vorhaben leisten wir einen Beitrag zur langfristig sicheren Energieversorgung mit dem einzigen in Ungarn heimischen und verfügbaren Energieträger, der Braunkohle. Gleichzeitig investieren wir damit auch in fortschrittliche, umweltschonende Technik", betont Jan Zilius, Vorstandsvorsitzender der RWE Power. Mit einem Wirkungsgrad von über 41 Prozent soll das Kraftwerk zu den modernsten Anlagen in Osteuropa gehören.

Das Unternehmen fordert für die Realisierung des Projekts "verlässliche politische Rahmenbedingungen". Hierzu gehöre vor allem, dass bei der Ausgestaltung des Nationalen Allokationsplans für die 2. Handelsperiode von 2008 bis 2012 eine ausreichende Zuteilung von Emissionszertifkaten für die nächsten 14 Jahre sichergestellt wird.

Bereits im Dezember soll bei Mátra die erste von zwei Vorschaltgasturbinen mit je 29 Megawatt Leistung den Probebetrieb aufnehmen. Hierdurch steigt die installierte Leistung am Standort auf über 930 Megawatt. Mit dieser Kapazität können den Angaben zufolge über 15 Prozent des ungarischen Gesamtstrombedarfs gedeckt werden.