Stromausfälle

RWE bietet auch Landwirten Härtefallregelung

Auch die knapp 450 vom Stromausfall betroffenen Landwirte im Münsterland bekommen möglicherweise finanzielle Hilfe von RWE. Wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband in Münster mitteilte, erklärte sich der Essener Energieversorger bei einem Gespräch zur Einrichtung eines Härtefallfonds bereit.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Münster/Essen (ddp-nrw/sm) - Die RWE AG bietet wegen der mehrtägigen Stromausfälle im Münsterland den betroffenen Landwirten eine Härtefallregelung an. Wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband am Freitag in Münster mitteilte, erklärte sich der Essener Energieversorger bei einem Gespräch zur Einrichtung eines Härtefallfonds bereit, aus dem Landwirte Mittel erhalten sollten. Die juristische Verantwortung für den Stromausfall übernehme man damit aber nicht, hieß es.

Das Unternehmen verwies nach Angaben des Bauern-Verbandes darauf, dass die extreme Wetterlage vom November vergangenen Jahres - und nicht Materialfehler - zum Umknicken der Strommasten geführt habe. Dies hätte das Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen ergeben. Dennoch erklärte sich der Energieversorger mit Blick auf die betroffenen Landwirte zur Einrichtung des Härtefallfonds bereit.

RWE hatte kurz nach dem Stromausfall einen Härtefallfonds in Höhe von fünf Millionen Euro eingerichtet, aus dem Privatpersonen unterstützt wurden, die durch den Black-out in existenzielle Notlagen geraten waren. Nach Angaben des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands waren von dem Stromausfall im Münsterland rund 450 Landwirte betroffen. Die Schäden belaufen sich den Angaben zufolge auf mehr als eine Million Euro.

Der Bauern-Verband und RWE wollen ihre Gespräche zu dem Thema fortsetzen. Verbandspräsident Franz-Josef Möllers kündigte an, das Angebot von RWE sorgfältig zu prüfen.