Quartalsbericht

RWE bestätigt positiven Ergebnistrend

RWE hat heute in Essen seinen Quartalsbericht vorgestellt: Das betriebliche Ergebnis legte auf Basis organischen Wachstums deutlich zu. Die Verschuldung sank weiter, das Kostensenkungsprogramm wurde planmäßig fortgesetzt. Die neue Konzernorganisation sei sieben Monate nach ihrem Start weitgehend etabliert.

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Essen (red) - Der positive Ergebnistrend des Essener Energiekonzerns RWE hat sich auch im ersten Quartal fortgesetzt: Das betriebliche Konzernergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 1.970 Millionen Euro. Im Kerngeschäft legte RWE um sechs Prozent zu, operativ um zehn Prozent. Basis dafür war die Ertragsstärke der deutschen Strom- und Gasaktivitäten.

Das EBITDA erhöhte sich um drei Prozent auf 2.615 Millionen Euro. Während das Kerngeschäft knapp unter Vorjahr abschloss, verbesserte sich der Ergebnisbeitrag des Nicht-Kerngeschäfts um 39 Prozent. Bereinigt um den Sondereffekt durch CONSOL und Währungseinflüsse stieg das EBITDA des Konzerns um acht Prozent. Das Nettoergebnis erhöhte sich unter Berücksichtigung der neuen Bilanzierungsregeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) um 112 Prozent auf 925 Millionen Euro. Das entsprechende Ergebnis je Aktie lag bei 1,64 Euro, gegenüber 0,78 Euro im Vorjahr.

Gleichzeitig hat RWE seine Kosten weiter gesenkt: Das im Februar 2000 gestartete Kostensenkungsprogramm mit Schwerpunkt im deutschen Stromgeschäft wurde erfolgreich weitergeführt. Insgesamt sollen damit bis Ende 2004 Einsparungen von 2.555 Millionen Euro erreicht werden. Für 2004 verbleibt ein Restvolumen von 250 Millionen Euro. Ein zweites Programm zielt im Rahmen der Reorganisation des Konzerns auf Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich. Die vollständige Umsetzung ist bis 2006 vorgesehen. Das dritte Programm basiert auf Synergien in Höhe von 180 Millionen Euro aus den Großakquisitionen der vergangenen Jahre. Insgesamt hat RWE aus den drei genannten Programmen im ersten Quartal 2004 ein Einsparvolumen von 60 Millionen Euro realisiert.

Beflügelt durch das positive Quartals unterstreicht der Energiekonzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2004. Das betriebliche Konzernergebnis soll gegenüber dem besonders hohen Wert des Geschäftsjahres 2003 erneut steigen, RWE erwartet trotz der Entkonsolidierung von Heidelberger Druckmaschinen ein Plus im einstelligen Prozentbereich. Die Nettofinanzschulden sollen weiter zurückgeführt werden. Für 2005 gilt der Zielwert 17 Milliarden Euro.