Forderung

RWE-Beschäftigte wollen acht Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaften IG BCE und ver.di fordern beim zweitgrößten deutschen Energieversorger RWE Lohnerhöhungen von acht Prozent über alle Berufsgruppen hinweg. Verhandlungsführer Winkler sagte zur Begründung, die Belegschaft wolle nun an den Erfolgen des Unternehmens teilhaben.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der Verhandlungsführer der IG BCE, Michael Winkler, begründete die Forderung mit den "außerordentlich hohen Gewinnen des Unternehmens" sowie mit den "Ergebnisausschüttungen an Aktionäre, Vorstände und Führungskräfte." Winkler sagte der Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe): "Wir wollen an den Erfolgen teilhaben." Das Unternehmen wollte die anstehenden Verhandlungen zunächst nicht kommentieren.

Der Konzernbetriebsratschef des RWE, Günter Reppien, rechtfertigte die Lohnforderung mit Zugeständnissen der Vergangenheit: "Wir haben in den vergangenen Jahren weniger Geld in den Brieftaschen akzeptiert. Jetzt erwarten die Mitarbeiter eine ordentliche Lohnerhöhung." Reppien sagte weiter, Einmalzahlungen würden nicht hingenommen. "Das Unternehmen ist in der Lage, mehr zu zahlen."

Von den aktuellen Lohnforderungen sind alle Beschäftigten des RWE-Konzerns betroffen, die unter den Haustarif fallen. Dies sind vor allem Mitarbeiter der Kraftwerkssparte RWE Power und der Handelstochter RWE Energy. Insgesamt sind von den Lohnerhöhungen nach Unternehmensangaben rund 20 000 Mitarbeiter betroffen.