Privilegien streichen

RWE: Bald kein Billig-Strom mehr für Mitarbeiter

Mitarbeiter des Energieriesen RWE sollen einem Zeitungsbericht zufolge künftig keinen vergünstigten Strom mehr bekommen. Vorgesehen sei, neuen Beschäftigten ab kommendem Jahr teils Jahrzehnte alte Privilegien nicht mehr zu gewähren, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe) ohne Nennung von Quellen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - Auch sollen demnach die Sonderleistungen für die Mitarbeiter der unterschiedlichen RWE-Tochtergesellschaften vereinheitlich werden.

Bisher gibt es bei RWE sogenannte Deputate, mit denen Mitarbeiter an der Produktion beteiligt werden. So erhalten etwa Mitarbeiter der Energiebranche häufig günstigen oder teils sogar kostenlosen Strom. In früheren Zeiten bekamen Arbeiter aus Kohlegruben Kohle nach Hause geliefert. Auch in anderen Branchen wie etwa der Luftfahrt oder bei der Bahn gibt es solche Sonderleistungen. Im Laufe der Jahrzehnte änderte sich jedoch die Tradition, und das Deputat wurde anstatt als Sachleistung vermehrt in Form von Geldzahlungen erbracht. RWE übernimmt heute Teile der Stromkosten seiner Belegschaft.

RWE wollte zum Inhalt des Berichts keine Stellungnahme abgeben und bestätigte lediglich Gespräche mit dem Betriebsrat. Der Konzern sei "bemüht eine für beide Seiten vernünftige Lösung zu erreichen", sagte ein RWE-Sprecher.