RWE AG vor "radikalem Umbau"?

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Der in Essen ansässige Energiekonzern RWE AG steht angeblich vor einem "radikalen Umbau": Auf Initiative von RWE-Konzernchef Dietmar Kuhnt soll noch in diesem Monat der Holdingvorstand aufgelöst werden. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Wirtschaftswoche" in ihrer Ausgabe vom heutigen Donnerstag. Eine Stellungnahme seitens der RWE gab es nicht.


Der Holdingvorstand solle zu einem operativen Gremium umgebaut werden, das sich, so die "Wirtschaftswoche", auf das europaweite Energiegeschäft konzentrieren soll. Neben Vorstandschef Dietmar Kuhnt sollen dort nur noch RWE Energiechef Manfred Remmel sowie ein Arbeitsdirektor und ein Finanzchef vertreten sein. Die Chefs der RWE-Töchter Rheinbraun, Dieter Henning, Heidelberger Druck, Hartmut Mehdorn, Hochtief, Hans-Peter Keitel, und Dea, Dieter Dräger, sollen ihren Sitz in der Konzernspitze verlieren.


Das Ausscheiden von Mehdorn und Keitel sei dabei der erste organisatorische Schritt für eine Trennung des RWE-Konzerns von seinen Töchtern Hochtief und Heidelberger Druck. Hintergrund: die offensiven Pläne des Konzerns auf dem künftigen europäischen Energiemarkt.