Übernahme

RWE AG plant Squeeze-out bei RWE Dea AG

Der Energiekonzern RWE will mittels eines "Squeeze-outs" die verbleibenden 72 000 Aktien an der RWE Dea AG übernehmen. Auf Grundlage eines KPMG-Gutachtens soll die Barabfindung 296 Euro je Stückaktie betragen. Der Beschluss dazu soll auf der Dea-Hauptversammlung am 7. April herbeigeführt werden.

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Die Essener RWE AG will die Aktien der außenstehenden Aktionäre der Hamburger RWE Dea AG im Rahmen eines Squeeze-out-Verfahrens übernehmen. Als Hauptaktionärin wird sie in der ordentlichen Hauptversammlung der RWE Dea AG am 7. April 2004 einen Beschluss zur Übertragung der Aktien auf die RWE AG herbeiführen. Die Barabfindung soll 296 Euro je Stückaktie betragen. Bezogen auf die knapp 72 000 außenstehenden Aktien beträgt die Abfindungssumme somit insgesamt knapp 21,3 Millionen Euro.

Die Höhe der Barabfindung wurde durch den Vorstand der RWE AG auf der Grundlage eines Gutachtens der KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft festgelegt.

Das Squeeze-out-Verfahren erlaubt es Mehrheitsaktionären, die Anteile der Minderheitsaktionäre gegen Zahlung einer Barabfindung zu übernehmen. Voraussetzung ist nach dem Aktiengesetz, dass der Mehrheitsaktionär mindestens 95 Prozent der Aktien hält. Die Aktien der RWE Dea AG liegen zu rund 99,465 Prozent bei der RWE AG.