Kooperation

RWE: 26 Stadtwerke an neuem Steinkohlekraftwerk beteiligt

Der Essener Energiekonzern RWE hatte seinen kommunalen Kunden die Möglichkeit angeboten, sich über eine gemeinsame Gesellschaft am Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks zu beteiligen. 26 interessierte Stadtwerke verfügen bald über einen Leistungsanteil von insgesamt 350 Megawatt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen (red) - Alle Stadtwerke, die ihr Beteiligungsinteresse an dem Steinkohlekraftwerk bekundet hatten, haben eine entsprechende Zusage von RWE erhalten, teilt das Unternehmen mit. Das Gesamtvertragswerk zu dem Beteiligungsprojekt solle im nächsten Jahr unterzeichnet werden.

Bei dem geplanten Steinkohlekraftwerk handelt es sich laut RWE um eine Doppelblockanlage, die über eine Nettoleistung von rund 1.500 Megawatt verfügen wird. Zentrale Aufgaben, wie beispielsweise Baubetreuung und Betrieb, werden durch den Essener Energiekonzern wahrgenommen.

"Durch diese neue Form der Zusammenarbeit bietet RWE für eine große Zahl von Stadtwerken die Möglichkeit, sich direkt an einem Kraftwerk zu beteiligen. Die Stadtwerke können mit dieser Kooperation ihre Energiebeschaffung auf eine breitere Basis stellen", sagt Berthold Bonekamp, Vorstandsvorsitzender der RWE Energy.

Johannes Lambertz, Vorstand RWE Power: "Dies dient dem Wettbewerb und der Anbietervielfalt im deutschen Erzeugungsmarkt. Wir freuen uns auf die langfristige Zusammenarbeit mit den Stadtwerken."

Bis zum Jahr 2012 beabsichtigt RWE nach eigenen Angaben insgesamt rund elf Milliarden Euro in Kraftwerke, Braunkohletagebaue und Strom- und Gasnetze zu investieren. Voraussetzung für die Realisierung neuer Projekte seien verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen und eine auch langfristig gesicherte Wettbewerbsfähigkeit.

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