Energiekollaps abwenden

Russischer Stromriese sucht Investoren

Um die jährlich um sechs Prozent wachsende Nachfrage zu decken, will der russische Stromriese UES in den kommenden Jahren 62 Milliarden Euro in Kraftwerke und Stromnetze investieren. UES-Chef Tschubajs ist daher in Westeuropa unterwegs, um westliche Investoren für einen Börsengang zu gewinnen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Düsseldorf (red) - Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge, will Russlands größter Stromkonzern UES Milliarden in seine 400 Kraftwerke und sein insgesamt 2,5 Millionen Kilometer langes Leitungsnetz investieren und sucht dafür vor allem westliche Investoren.

Um sein Unternehmen attraktiver zu machen, will UES-Chef Anatolij Tschubajs es in die Bereiche Stromerzeugung, Vertrieb und Leitungsnetz aufteilen, schreibt das Handelsblatt. Dazu sollen 20 Strom produzierende Einheiten aus der UES herausgelöst und im November an die Börse gebracht werden. Das soll insgesamt 7,6 Milliarden Euro in die Firmenkasse spülen.

Wie das Handelsblatt weiter schreibt, gelten der russische Kraftwerkspark und das weltweit längste Leitungsnetz als völlig marode, so dass die Energiewirtschaft die jährlich um sechs Prozent wachsende Stromnachfrage kaum noch decken kann. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass in den nächsten 25 Jahren Investitionen von insgesamt 315 Milliarden Euro nötig sind, um die Stromversorgung auf westlichen Standard zu bringen.

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