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Russischer Strommarkt wird teilprivatisiert

Nach der spanischen Endesa hat jetzt auch der italienische Energiekonzern Enel Gespräche mit dem staatlichen russischen Stromkonzern RAO Unified Energy Systems (UES) aufgenommen. Hintergrund ist die beginnende Teil-Privatisierung der russischen Stromerzeugung.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf/Moskau (red) - Nach einem Bericht des Düsseldorfer "Handelsblattes" ist Enel mindestens an der Sperrminorität bei einer der zu privatisierenden Kraftwerksgesellschaften interessiert. Das Unternehmen rechnet sich nach eigenen Angaben gute Chancen aus. Gemeinsam mit dem russischen Partner ESN Energo führen die Italiener bereits ein Heizkraftwerk in Sankt Petersburg.

Durch die Privatisierung eines Teils der Stromerzeugung erhofft sich Russland dem Blatt zufolge eine erhebliche Verbessserung der Stromversorgung und damit auch der Wirtschaftsentwicklung. Auch für diesen Winter würden erneut Engpässe befürchtet. Nach Angaben des russischen Energieministeriums würden bis 2010 Investitionen in Höhe von 57 Milliarden Euro benötigt. Anfang Dezember wird laut UES über die Privatisierung von zwei der insgesamt 21 Kraftwerksgesellschaften entschieden. Drei weitere sollen später folgen.

Deutsche Energieunternehmen sind dem Bericht zufolge noch zurückhaltend. E.ON, bereits Aktionär beim Gasriesen Gazprom, hat zwar in Moskau eine neue Abteilung aufgebaut, sieht sich jedoch nur als Beobachter. Neben großen europäischen Energieversorgern sind auch Bankkonzerne wie Credit Suisse oder die Deutsche Bank an dem Thema interessiert.

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