Ruhrgebiet: Sonne löst die Kohle ab

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Das Ruhrgebiet steht derzeit ganz im Zeichen eines Strukturwandels. Denn unter dem Motto: "Die Kohle geht - die Sonne kommt", soll der Pot zu einer der führenden Solarregionen Europas ausgebaut werden. Schon jetzt befindet sich in Herne das größte Solardach der Welt. Es hat die Größe von zwei Fußballfeldern.


Die Idee gleicht einem Kunstwerk: Auf dem Gelände der 1978 stillgelegten Zeche Mont Cenis in Herne-Sodingen befindet sich jetzt ein von der französischen Architektin Françoise-Hélène Jourda gestalteter Glaskubus (176x72x15 m) mit einer Photovoltaik-Anlage, die die Energie der Sonnenstrahlen in Strom verwandelt. Wie eine Glashaut umschließt diese Konstruktion die in ihrem Inneren befindlichen, vor Wind und Wetter geschützten Neubauten der Akademie, die man auf den Namen der früheren Zeche getauft hat.
In der Südwest-Presse heißt es weiter: "Die französische Architektin entwickelte die Idee der neuartigen mikroklimatischen Hülle. Bevor das Projekt in Herne realisiert wurde, sind die Ideen an detailgenauen Modellen untersucht worden. Das Ergebnis gab der Architektin Recht. In der gläsernen Hülle wird das ganze Jahr über ein Klima herrschen, das mit dem an der Côte d'Azur vergleichbar ist. Dadurch sinkt der Energiebedarf der Gebäude drastisch. Um Überhitzung in heißen Sommern zu vermeiden, können computergesteuert Fassaden- und Dachelemente geöffnet werden."


Das größte dachintegrierte Solarstrom-Kraftwerk der Welt soll im Jahr bis zu 750000 Kilowattstunden elektrischer Energie erzeugen. Das ist mehr als das Doppelte des Bedarfs der in der Akademie Mont Cenis zu versorgenden Verbraucher. Der nicht benötigte Strom wird in einer Hochleistungsbatterie-Anlage gespeichert. Bei Bedarf kann er ins Netz gespeist werden.