Zum Jahreswechsel

Ruhrgas und Wingas planen kräftige Gaspreiserhöhung

Einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge, wollen Ruhrgas und Wingas die Großhandelspreise zum Jahreswechsel um mindestens 12 bzw. 15 Prozent erhöhen. Branchenbeobachter erwarten jedoch, dass sich der Preissprung nicht in voller Höhe auf die Endverbraucher durchschlagen wird.

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Berlin (ddp) - Das zur Düsseldorfer E.ON AG zählende Ferngasunternehmen Ruhrgas (Essen) wird die Gaspreise zum Jahreswechsel voraussichtlich noch einmal kräftig anheben. Wie Unternehmenskreise der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) bestätigten, ist mit einer Preissteigerung von mindestens zwölf Prozent zu rechnen. Beim Ferngaskonkurrenten Wingas sind sogar Preiserhöhungen von gut 15 Prozent im Gespräch.

Branchenbeobachter erwarten dem Bericht zufolge jedoch, dass diese neuen Großhandelspreise nicht in voller Höhe auf die Endverbraucher durchschlagen, da viele regionale Gas-Verteilerunternehmen diesen Preissprung bereits in den von ihnen vorgenommenen Gaspreiserhöhungen der letzten Wochen berücksichtigt hätten.

Schon im Oktober hatte die Ruhrgas die Preise für ihre Kunden, zu denen in erster Linie die Industrie und regionale Weiterverteiler gehören, um durchschnittlich vier Prozent angehoben. Zur Begründung hatte das Unternehmen auf die Entwicklung der Ölpreise verwiesen.