Klimaschutzziele bekräftigt

Rüttgers will Versöhnung von Industrie- und Klimapolitik

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat die Industrie zu einer effizienteren Energieerzeugung aufgefordert. Klimaschutz und Wirtschaftswachstum seien keine Gegensätze, schließlich will NRW zum "Klimaschutzland Nummer 1 in Deutschland" werden.

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Aachen (ddp-nrw/sm) - "Ohne technologischen Fortschritt in der Energieproduktion, beim Energieverbrauch und bei der Vermeidung von Treibhausgasen ist jede Klimaschutzstrategie zum Scheitern verurteilt", sagte Rüttgers am Donnerstag auf dem "Braunkohletag" des Deutschen Braunkohlenindustrievereins in Aachen. NRW stehe "deshalb für die Versöhnung von Industrie- und Klimapolitik. Das sind keine Gegensätze", sagte Rüttgers weiter.

Der Ministerpräsident unterstrich, "dass Nordrhein-Westfalen den festen Willen habe, Klimaschutzland Nummer 1 in Deutschland zu werden". Man wolle "mehr Wachstum und zugleich weniger CO2-Emissionen". Bis 2020 habe sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, die Kohlendioxid-Emissionen des Landes um 81 Millionen Tonnen gegenüber 2005 zu reduzieren. Damit strebe NRW rund 44 Prozent des Einsparvolumens an, das die Bundesregierung bis 2020 anpeilt. "Das ist ehrgeizig. Aber das ist zu schaffen, wenn wir alle Register ziehen", sagte Rüttgers.