Kohlekraftwerk Lubmin

Rügens Kraftwerksgegner kündigen Gründung einer Bürgerinitiative an

Nach Lubmin und Usedom wollen nun auch Einwohner auf der Insel Rügen eine Bürgerinitiative gründen, um den Bau des geplanten Steinkohlekraftwerks Lubmin zu verhindern. Nach einem Treffen von Kraftwerkskritikern hätten sich etwa 30 Teilnehmer zur Mitarbeit bereiterklärt, teilten die Grünen mit.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bergen/Lubmin (ddp-nrd/sm) - Zu den Initiatoren gehörten Landrätin Kerstin Kassner (Linke), der stellvertretende Chef des Tourismusverbandes, Ernst Heinemann, der Vorsitzende des Vereins Insula Rugia, Hans Dieter Knapp, Rügens ehemaliger Vize-Landrat Rainer Feit (CDU) sowie der Selliner Gastronom Wolfgang Kannengießer.

Zudem kündigten Kraftwerksgegner in Greifswald für 17. Dezember die Gründung einer weiteren Bürgerinitiative an. Einen Tag später wollen die Zusammenschlüsse gemeinsam in Greifswald gegen das Projekt des dänischen Konzerns Dong Energy demonstrieren.

Dong Energy will in Lubmin für zwei Milliarden Euro ein 1600-Megawatt-Kraftwerk errichten, in dem jährlich rund 4,4 Millionen Tonnen Steinkohle verfeuert werden sollen. Umweltschützer kritisieren vor allem den geringen Wirkungsgrad von 47 Prozent wegen fehlender Kraft-Wärme-Auskoppelung. Das würde nach ihrer Ansicht zu einer deutlichen Erwärmung des Greifswalder Boddens führen.