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Rücktransport: Bundesamt für Strahlenschutz verlängert die Genehmigung

Die Frist für den Rücktransport von deutschem Atommüll aus La Hague in das Zwischenlager nach Gorleben wurde jetzt vom BfS bis Ende des Jahres verlängert.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die Genehmigung für den Rücktransport von deutschem Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Zwischenlager nach Gorleben verlängert. Die Genehmigung umfasst die Beförderung von sechs CASTOR-Behältern mit verglasten hochradioaktiven Abfällen, sogenannten HAW-Glaskokillen. Sie ist jetzt bis zum 31.12.2001 gültig.

Vor der Entscheidung hatte das BfS aus aktuellem Anlass der Anschläge in den Vereinigten Staaten die niedersächsischen Innenbehörden ausdrücklich angefragt, ob ein überwiegend öffentliches Interesse dem beantragten Transport entgegenstehe. Die zuständige "Kommission Sicherung und Schutz kerntechnischer Einrichtungen" hat gegenüber dem BfS erklärt, dass nach ihrer Ansicht "auch die Terroraktionen in den USA...nach den derzeitigen Gefahrenprognosen keinen Anlass bieten, den beabsichtigten Transport der HAW-Glaskokillen nach Gorleben in Frage zu stellen". Das Land Niedersachsen versicherte, dass es den notwendigen Schutz gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter gewährleisten könne. Die endgültige Festlegung des Beförderungstermins und der Streckenführung ist vom Antragsteller in Absprache mit den Innenministerien der betroffenen Länder und des Bundes zu treffen.