Bis zur Wahl

Rücknahmesystem für Energiesparlampen bleibt unverändert

Die Bundesregierung will das bestehende System zur Entsorgung von Energiesparlampen bis zur Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht auf den Prüfstand stellen. Es sei in dieser Legislaturperiode "keine Prüfung der bestehenden Regelungen zur Rücknahme der Energiesparlampen" geplant. Dafür werden vor allem zwei Gründe genannt.

Energie sparen© Carmen Steiner / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - So heißt in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zu Energiesparlampen, aus welcher der Bundestags-Pressedienst am Montag zitierte. Das bestehende System sei "ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit einer Kombination aus freiwilligen und gesetzlichen Maßnahmen".

Zahl der Sammelstellen nehme zu

Die Zahl freiwilliger Sammelstellen in Handel und Handwerk nehme stetig zu, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Alleine 5500 Sammelstellen gebe es im Handel und bei Unternehmen. Seit März 2011 habe sich deren Zahl damit vervierfacht.

Kaum Lampen im Restmüll vorgefunden

In Elektrofach-, Drogerie-, Bau- und Supermärkten gebe es für Verbraucher "eine Vielzahl von Rückgabemöglichkeiten". Auch seien Verbraucher einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Emnid zufolge zu 72 Prozent über die sachgerechte Entsorgung informiert. Daneben zeigten erste Ergebnisse von Müll-Analysen im Rahmen eines laufenden Forschungsvorhabens, dass Energiesparlampen nur in Einzelfällen im Restmüll landeten.

Quelle: AFP