Unterstützung

Rückenwind für Klimakonferenz in Kopenhagen

Die Befürworter eines ehrgeizigen Klimaabkommens bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen haben Unterstützung bekommen. Auch US-Präsident Obama bekommt Rückenwind aus der Heimat. Unterdessen zeigte sich der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, erfreut über den Start der Verhandlungen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Erkenntnissen der Weltmeteorologieorganisation WMO zufolge war das zu Ende gehende Jahrzehnt überdurchschnittlich warm. Wie die WMO am Rande des Gipfels in Kopenhagen mitteilte, gilt 2009 als das fünftwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. In vielen Weltregionen seien in diesem Jahr Wetterextreme wie Überschwemmungen, Dürren, Schneestürme, Hitze- und Kältewellen verzeichnet worden, teilte die Organisation mit. Genaue Ergebnisse sollen im März mitgeteilt werden.

Obama spielt Trumpfkarte beim Klimaschutz

Zuvor haben bereits Nachrichten aus den USA für Zuversicht gesorgt. Die amerikanischen Umweltbehörde EPA hat sechs Treibhausgase - darunter Kohlenstoffdioxid (CO2) - offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft. Damit könnte die Obama-Regierung Klimaschutz auch ohne die Zustimmung des Senats durchsetzen. Die Entscheidung zeige, dass die US-Regierung entschlossen sei, den Klimawandel zu bekämpfen, sagte die Leiterin des US-amerikanischen Klimaprogramms des WWF, Keya Chatterjee. Es fehle jedoch das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft, dass die USA den von Präsident Barack Obama angekündigten mittel- und langfristigen Zielen wirklich folgen werde. Die Welt werde genau zuhören, wenn Obama nächste Woche zum Klimagipfel komme, sagte Chatterjee weiter.

Zuversicht auf Erfolg der Klimakonferenz

De Boer zeigte sich zuversichtlich, dass es in Kopenhagen Zusagen für zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Entwicklungsländer geben werde. Es scheine wachsende Zustimmung für die Forderung nach kurzfristigen Mitteln zu geben. De Boer forderte die Unterhändler auf, die Eckpunkte einer Übereinkunft im Laufe dieser Woche auszuhandeln. Auch der EU-Unterhändler Artur Runge-Metzger bekräftigte das Ziel, in Kopenhagen zu einem Abkommen zu kommen. Unterdessen bekannten sich die Außenminister der EU zu den Klimaschutzzielen der Gemeinschaft. Ein ehrgeiziges Abkommen sei ein wichtiger Faktor, sicherheitsgefährdende Folgen des Klimawandels zu verringern. Sie warnten insbesondere vor zunehmenden Flüchtlingsströmen und Konflikten um Wasserressourcen.