3. Versuch

Rudower Kraftwerk soll am Donnerstag endgültig gesprengt werden

Im dritten Anlauf soll am heutigen Donnerstag das ehemalige Heizkraftwerk in Rudow gesprengt werden. Die für letzten Mittwoch geplante Sprenung hatte ein Anwohner verhindert. Die Sicherheitsvorkehrungen seien nochmals erhöht worden, hiße es.

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Berlin (ddp/sm) - Nach zwei vergeblichen Versuchen soll heute die geplante dritte Sprengung des ehemaligen Heizkraftwerks in Rudow erfolgen. Die Sicherheitsvorkehrungen seien deutlich erhöht worden, sagte der zuständige Bauleiter Jörg Steinhäusler vom Entsorgungsunternehmen Stuckenberger am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp. Der Termin war bereits für Mittwoch vergangener Woche angesetzt gewesen. Er musste allerdings verschoben werden, da ein Anwohner ohne Erfolg eine einstweilige Verfügung beantragt hatte.

Bei den bisherigen Sprengversuchen, die das Gebäude nicht zum Einsturz brachten, waren umliegende Wohnhäuser durch die Druckwelle und herumfliegende Teile beschädigt worden. In einem Fall hatten nach Angaben des Landesamtes für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LaGetSi) die Sprengzündungen nicht funktioniert, beim zweiten Mal fiel nur ein Teil des Stahlskelettbaus zusammengefallen. Der Rest des Gebäudes sei hochgradig einsturzgefährdet.

Zu den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen gehört Steinhäusler zufolge, dass die Sicherheitszone um die Sprengstelle auf einen Radius von 150 Meter erweitert wurde. In diesem Bereich müssen die Anwohner vor der Sprengung um 11.00 Uhr ihre Häuser verlassen. Auch wurden die Wälle um das Gebäude erhöht.