Standpunkt

Rot-Grün begräbt die deutschen Klimaschutzziele

Am nächsten Montag wollen Wirtschaft und Regierung den Ausstieg aus der Atomkraft besiegeln. Christian Ruck von der CSU wirft Rot-Grün vor, die sichersten Anlagen der Welt abzuschalten.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com
Anlässlich der am kommenden Montag bevorstehenden Unterzeichnung der Vereinbarung über den Ausstieg aus der Kernenergie zwischen Bundesregierung und Wirtschaft erklärt der umweltpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Dr. Christian Ruck:

Mit der Unterzeichnung des sogenannten Konsenses zwischen der Wirtschaft und der Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergie sollen die sichersten Kernkraftwerke der Welt abgeschaltet werden. Energie wird dann aus dem Ausland importiert werden müssen, auch aus Anlagen, die deutschen Sicherheitsstandards nicht genügen. Wertvolles deutsches Know-how in der Sicherheitstechnik wird vernichtet, Deutschland wird seine Vorreiterrolle verlieren. Weltweit sind heute über 430 Kernkraftwerke in Betrieb, 90 weitere werden gebaut oder geplant. Rot-Grün koppelt Deutschland international ab.

Ein fiktiver Ersatz der Kernenergie durch fossil erzeugten Strom würde alleine in Bayern zu zusätzlichen 45 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen führen. In Deutschland würden bei einem Ersatz der Kernenergie durch Kohle zusätzlich 100 000 Tonnen Schwefeldioxid, 120 000 Tonnen Stickstoffoxide, 6000 Tonnen Staub sowie 160 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich emittiert. Die Folgen für den Klimaschutz wären unvorstellbar. Darüber hinaus beinhaltet die Vereinbarung die Errichtung von Zwischenlagern auf der grünen Wiese. Von den Stromkunden bezahlte Investitionskosten in Milliardenhöhe für zentrale Zwischen- bzw. Endlager werden in den Sand gesetzt und die Lösung der Entsorgungsfrage auf künftige Generationen verschoben. Die überflüssigen dezentralen Zwischenlager führen zu einer Verunsicherung der Bevölkerung.