Statistik II

Rohölimporte: Preise steigen weiter

Die Tendenz bei den Importen von Rohöl verstärkt sich: Deutschland kauft weniger Öl für mehr Geld. Im Januar 2006 wurden laut aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Wirtschafts und Ausfuhrkontrolle fast ein Prozent weniger Rohöl eingeführt als im Januar 2005, der Preis lag aber um 61 Prozent höher.

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Eschborn (red) - Im Januar 2006 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,5 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (9,6 Millionen Tonnen).

Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug dabei 379,74 Euro und lag um 60,9 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (236,01 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Januar somit insgesamt auf 3,6 Milliarden Euro, das waren 1,3 Milliarden Euro mehr als im Januar 2005.

Vergleicht man die beiden letzten Jahre (Februar 2005 bis Januar 2006 mit Februar 2004 bis Januar 2005) ergibt sich eine Steigerung der Rohöleinfuhren um 1,7 Prozent von 110,2 auf 112,1 Millionen Tonnen. Gleichzeitig stieg die deutsche Rohölrechnung um 11,7 Milliarden Euro auf 36,6 Milliarden Euro und der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl um 44,3 Prozent auf 326,71 Euro (vorher 226,33 Euro).

Die fünf wichtigsten von insgesamt 27 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (38,0 Millionen Tonnen), Norwegen (17,1 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,1 Millionen Tonnen), Libyen (13,5 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,5 Millionen Tonnen). 27,9 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 23,2 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.