Statistik

Rohölimporte im Januar 2008 höher als im Vorjahr

Im Januar 2008 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,5 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 4,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, damals waren es 9,0 Millionen Tonnen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Januar 471,35 Euro und lag damit um 51,3 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (311,57 Euro). Gegenüber Dezember (461,32 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 2,2 Prozent gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Januar auf 4,5 Milliarden Euro und lag damit um 1,6 Milliarden Euro höher als im Vorjahresmonat.

Im Vergleich des 12-Monatszeitraums Februar 2007 bis Januar 2008 mit der entsprechenden Referenzperiode Februar 2006 bis Januar 2007

  • sanken die Rohöleinfuhren um 1,7 Prozent von 109,0 auf 107,1 Millionen Tonnen
  • fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 43,2 Milliarden Euro um 2,5 Milliarden Euro höher aus
  • lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 403,35 Euro (vorher 373,43 Euro) im Schnitt um 8,0 Prozent höher

Die 5 wichtigsten von insgesamt 29 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (34,3 Millionen Tonnen), Norwegen (16,6 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,0 Millionen Tonnen), Libyen (11,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,9 Millionen Tonnen). 28,6 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 19,8 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.