Statistik

Rohöl-Importe im April: Sinkende Menge, steigende Preise

Im April 2006 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,9 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland importiert. Das waren 1,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (9,0 Millionen Tonnen). Gleichzeitig stieg weiterhin der Preis.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Eschborn (red) - Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl betrug im April 403,79 Euro und lag damit um 42,2 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (283,99 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich somit im April 2006 auf 3,6 Milliarden Euro - um 1,03 Milliarden Euro höher als im März 2005.

Vergleicht man die Jahreszeiträume Mai 2005 bis April 2006 mit der entsprechenden Referenzperiode Mai 2004 bis April 2005 lässt sich folgendes feststellen:

  • die Rohöleinfuhren sanken um 1,5 Prozent von 111,8 auf 110,1 Millionen Tonnen,
  • die deutsche Rohölrechnung fiel im aktuellen Zeitraum mit 38,9 Milliarden Euro um 11,45 Milliarden Euro höher aus und
  • der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl lag aktuell mit 353,25 Euro im Schnitt um 43,9 Prozent höher.

Die fünf wichtigsten von insgesamt 28 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (36,6 Millionen Tonnen), Norwegen (17,0 Millionen Tonnen), Großbritannien (14,1 Millionen Tonnen), Libyen (13,0 Millionen Tonnen) und Kasachstan (7,7 Millionen Tonnen). 28,3 Prozent der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 23,5 Prozent wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.