Wichtiger Beitrag in Kopenhagen

Röttgen sieht Deutschland als Vorreiter bei Klimaschutz

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sieht Deutschland in der Pflicht, einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Weltklimakonferenz in Kopenhagen zu leisten. ""Deutschland hat eine weltweit anerkannte Vorreiterrolle in der Klimapolitik und ein enormes Gewicht", so der Umweltminister.

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München (ddp/red) - "Auf uns kommt es sehr wohl an", sagte Röttgen dem Nachrichtenmagazins "Focus". Zugleich machte der CDU-Politiker deutlich, dass den USA für den Erfolg eine Schlüsselrolle zufalle. Zum Erfolg gehöre "zwingend auch die USA".

Röttgen betonte, dass es in Kopenhagen "nicht um abstrakte Expertendiskussionen", sondern um eine Schicksalsfrage. "Es ist eine existenzielle Frage: Überlebt unser Planet oder geht er bald unter?" Sollte nicht gehandelt werden, stünden bald Hunderte Millionen Menschen in Afrika ohne Wasserversorgung da. "Und wenn sie dem entfliehen wollen, dann kommen diese Probleme und diese Menschen bei uns an. Dann haben wir ein gigantisches Flüchtlingsdrama."

Umweltminister: Keine unbegrenzte Laufzeitverlängerung

Mit Blick auf die deutsche Atomenergie-Debatte stellte der Minister klar, dass es keinen generellen Ausstieg aus dem Ausstieg geben werde. "Es kann Laufzeitverlängerungen im Einzelfall geben", unterstrich der CDU-Politiker. Dies solle auch dazu dienen, um das Zeitalter der regenerativen Energien schneller zu erreichen. "Denn ein Hauptteil der zusätzlichen Gewinne soll dazu genutzt werden, erneuerbare Energien von der Forschung bis zur Anwendung zu fördern."