Bergung

Roboter kehren nicht mehr aus Fukushima-Ruine zurück

In der Atomruine in Fukushima liegen noch immer extrem gefährliche Brennstäbe. Die Firma Tepco hat bereits mehrere Roboter in die Anlage geschickt, um die Brennelemente aufzuspüren und zu bergen. Leider kehren die Roboter nicht mehr von ihrer Mission zurück.

ZählrohrBereits fünf Roboter gingen in der Atomruine von Fukushima verloren.© djama / Fotolia.com

Fukushima – Die Atomkatastrophe in Fukushima hat erst vor kurzen ihren 5. Jahrestag hinter sich gebracht, die erschreckenden Nachrichten aus der Ruine nehmen aber nicht ab. Nun wurde bekannt, dass sämtliche Roboter, die für die Bergung der Brennstäbe in die radioaktiv verseuchten Reaktoren geschickt werden, nicht mehr aus der Anlage zurückkehren.

Radioaktive Strahlung legt Roboter lahm

Bereits fünf Roboter gingen so bereit verloren, berichtet die internationale Nachrichtenagentur Reuters.

Die Räumlichkeiten wurden geflutet, um die darin liegenden tonnenschweren Brennstäbe zu kühlen. Weil die Anlagen so stark verstrahlt sind, dass Menschen sie niemals betreten könnten, entwickelte die Betreiberfirma Tepco dem Bericht zufolge mehrere Roboter, die schwimmend nach den Brennstäben suchen. Wo genau die die gefährlichen Brennelemente liegen, ist unbekannt. Zwei Jahre soll die Entwicklung einer einzigen solchen Aufräum-Maschine dauern. In der Nähe der Reaktoren aber legt die radioaktive Strahlung die Elektrizität der Roboter lahm, sagte Naohiro Masuda, Leiter für die Kraftwerksstilllegung der Agentur.

Gefahrenquelle: Tonnen von verseuchtem Wasser

Ein Eiswall soll indessen verhindern, dass Grundwasser in das Gebäude fließt und kontaminiert. Täglich müsse aber auch Wasser in die Anlage gepumpt und wieder abgesaugt werden, um die Brennstäbe zu kühlen. Das verstrahlte Wasser würd dann in Tanks außerhalb der Anlage aufbewahrt. Dem Bericht zufolge ist bereits öfter kontaminiertes Wasser ins Meer gelangt. Bisher sei noch unklar, wie die Tonnen an verstrahltem Wasser entsorgt werden sollen.