Saubere Energie

Robin Wood protestiert mit Floßtour gegen Atom- und Kohlekonzerne

Zwölf Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood sind heute in Dresden zu einer fünfwöchigen Floßtour auf der Elbe aufgebrochen. Unter dem Motto "Saubere Energie statt Kohle und Atom" will die Crew Menschen dazu bewegen, sparsamer mit Energie umzugehen und gegen die Kohle- und Atomkonzerne Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW protestieren.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Dresden (ddp-nrd/sm) - Die vier Energieunternehmen setzten darauf, den beschlossenen Atomausstieg zu kippen, die ältesten "Schrottmeiler" länger am Netz zu lassen und weitere Atom- und Kohlekraftwerke in Deutschland zu bauen. "Wir wollen auf unserer Tour mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und aufzeigen, wie verlogen die Klima-PR der Energiekonzerne ist", sagte Daniel Häfner von der Floßcrew.

Robin Wood fordert eine Energieversorgung ohne atomare Risiken und Klimakiller. Es sei notwendig, den Stromverbrauch durch den Einsatz stromsparender und effizienter Techniken zu senken. Der Bedarf könne unter anderem durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

An Bord des Floßes "Robina Wald" könnten Besucher Solartechnik ausprobieren und sich darüber informieren, wie sie ihren Stromanbieter wechseln könnten. Das drei mal elf Meter große Floß besteht nach Angaben von Robin Wood aus Kiefernstämmen, die aus einem ökologisch bewirtschafteten Wald stammen. Ausgestattet sei es mit einer Solaranlage, Funkgeräten, einem Video-Beamer und Schwimmwesten. Übernachtet und gekocht werde an Bord. Ein digitales Logbuch könne unter www.flosstour.de eingesehen werden.

>Die Tour führt von Dresden über Torgau, Barby, Magdeburg, Wittenberge, Dömitz und Lauenburg bis nach Hamburg.