Klimaschädlich und überflüssig

Robin Wood: Mahnwache gegen geplantes Kraftwerk Moorburg

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood ruft für das Wochenende zu einer Mahnwache gegen das von Vattenfall geplante Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg auf. Mit dem Vorhaben würde der Klimaschutz auf der Strecke bleiben, kritisierte Robin-Wood-Energiereferent Dirk Seifert.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Mit Redebeiträgen, Informationsmaterial und Musik will die Organisation den Druck erhöhen, "damit Vattenfall für seine Pläne die Rote Karte erhält". Die Mahnwache vor der Schule Moorburg soll am Samstag (23. August) um 8.00 Uhr beginnen und voraussichtlich am Sonntag (24. August) gegen 18.00 Uhr enden.

Möglicherweise bis zum 10. September wird die Hamburger Umweltbehörde unter Leitung des schwarz-grünen Senats über den Antrag von Vattenfall zum Bau des Kohlekraftwerks endgültig entscheiden. Der Stromkonzern will im Stadtteil Moorburg ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 1600 Megawatt errichten. Über neun Millionen Tonnen klimaschädlicher Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr wären laut Robin Wood die Folge.

Dabei sei das Kraftwerk nicht nur schädlich für das Klima, sondern auch überflüssig, betonte Seifert. Erst im April hatte das Umweltbundesamt vorgerechnet, dass es trotz des geplanten Atomausstiegs und auch ohne Moorburg nicht zu Versorgungslücken in der Stromversorgung kommen würde. Bedingung dafür ist die Umsetzung der Vorgaben der Bundesregierung. Danach muss beispielsweise der Bruttostromverbrauch bis 2020 um elf Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden.

Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten des einwöchigen Klima- und Anti-Rassismus-Camps in Hamburg haben für Samstag ferner die Besetzung der Baustelle des umstrittenen Kraftwerks Moorburg angekündigt.