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Klimaschädlich und überflüssigDie Umweltschutzorganisation Robin Wood ruft für das Wochenende zu einer Mahnwache gegen das von Vattenfall geplante Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg auf. Mit dem Vorhaben würde der Klimaschutz auf der Strecke bleiben, kritisierte Robin-Wood-Energiereferent Dirk Seifert.
Hamburg (ddp-nrd/sm) - Mit Redebeiträgen, Informationsmaterial und Musik will die Organisation den Druck erhöhen, "damit Vattenfall für seine Pläne die Rote Karte erhält". Die Mahnwache vor der Schule Moorburg soll am Samstag (23. August) um 8.00 Uhr beginnen und voraussichtlich am Sonntag (24. August) gegen 18.00 Uhr enden.
Möglicherweise bis zum 10. September wird die Hamburger Umweltbehörde unter Leitung des schwarz-grünen Senats über den Antrag von Vattenfall zum Bau des Kohlekraftwerks endgültig entscheiden. Der Stromkonzern will im Stadtteil Moorburg ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 1600 Megawatt errichten. Über neun Millionen Tonnen klimaschädlicher Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr wären laut Robin Wood die Folge.
Dabei sei das Kraftwerk nicht nur schädlich für das Klima, sondern auch überflüssig, betonte Seifert. Erst im April hatte das Umweltbundesamt vorgerechnet, dass es trotz des geplanten Atomausstiegs und auch ohne Moorburg nicht zu Versorgungslücken in der Stromversorgung kommen würde. Bedingung dafür ist die Umsetzung der Vorgaben der Bundesregierung. Danach muss beispielsweise der Bruttostromverbrauch bis 2020 um elf Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden.
Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten des einwöchigen Klima- und Anti-Rassismus-Camps in Hamburg haben für Samstag ferner die Besetzung der Baustelle des umstrittenen Kraftwerks Moorburg angekündigt.
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Der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat den Hamburger Senat für dessen Haltung im Streit um das Kohlekraftwerk Moorburg angegriffen. Hamburg sein ein "bedrohliches Beispiel" dafür, wie die Verlässlichkeit der Politik in Frage gestellt werde, sagte Clement der Zeitung "Die Welt".
Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) sieht für das umstrittene Kohlekraftwerk in Moorburg keine Kompromissmöglichkeiten mit dem Energiekonzern Vattenfall. "Entweder wird die Genehmigung für das beantragte Kraftwerk erteilt oder nicht", sagte Beust dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Wolfgang Clement (SPD) sieht durch die schwarz-grüne Koalition in Hamburg den Wirtschaftsstandort Deutschland bedroht. Sollte das Bündnis tatsächlich das geplante Kohlekraftwerk in Moorburg verhindern, werde der Standort Deutschland "Schaden nehmen", schreibt Clement in der "Welt am Sonntag".
Vattenfall Europe hat beim Verwaltungsgericht Hamburg eine Untätigkeitsklage gegen die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) eingereicht. Das Unternehmen wolle erreichen, dass die bei der BSU beantragte Genehmigung zum Bau des Kraftwerks Moorburg so schnell wie möglich erteilt wird:
Hamburg muss sich bei einem Baustopp für das umstrittene Kohlegroßkraftwerk Moorburg möglicherweise auf eine Klage des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall einstellen. Wie der "Focus" berichtet, prüft der Energieerzeuger in solch einem Fall Schadenersatzforderungen gegen die Hansestadt.Strompreise vergleichen
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