Beim Castor-Transport

Robin Wood kontrolliert Strahlenbelastung

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood traut der Gesellschaft für Reaktorsicherheit nicht und wird deshalb beim derzeitigen Castor-Transport nach Gorleben die Strahlenwerte nachmessen.

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Derzeit rollt ein Atommüllzug mit sechs Castor-Behältern vom Typ HAW 20/28, beladen mit radioaktiven Glaskokillen, von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in das Atommüll-Zwischenlager Gorleben. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood wird direkt an der Transportstrecke Messungen vornehmen, um die für diesen Zug von der Gesellschaft für Reaktorsicherheit veröffentlichten Werte zur Strahlenbelastung zu kontrollieren.

Das Team misst die Gamma- und Neutronenstrahlung, die die Wände der Castor-Behälter durchdringt. In den geltenden Transportvorschriften sind bestimmte Grenzwerte festgelegt, die besagen, welche Belastung mit radioaktiver Strahlung als legal anzusehen ist. So darf in zwei Meter Abstand vom Behälter ein Wert von 100 Mikrosievert pro Stunde nicht überschritten werden. Robin Wood wird die ermittelten Werte veröffentlichen.