Atommüll

Robin Wood erhebt Einwendungen gegen geplante Lager für Atommüll an den AKW-Standorten

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood ist gegen standortnahe Zwischenlager und will in den kommenden Wochen auf den Anhörungen dagegen protestieren.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Morgen beginnt in Brokdorf das Erörterungsverfahren über den Antrag des Energiekonzerns E.ON, auf dem Gelände des örtlichen Atomkraftwerks ein Lager für Atommüll zu bauen. Dieser Termin bildet den Auftakt zu zahlreichen weiteren Verfahren, die im Laufe der Monate Mai und Juni unter der Regie des Bundesamtes für Strahlenschutz folgen werden. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood hat gegen die Errichtung aller beantragten Atommüll-Lager Einwendungen erhoben und wird die Erörterungstermine nutzen, um mit Aktionen und Argumenten dagegen zu protestieren.


Insgesamt haben die Energieunternehmen 13 dezentrale Standortzwischenlager beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragt. Das BfS rechnet damit, dass diese frühestens in etwa vier Jahren fertiggestellt sein werden. Bis dahin dürfen die Betreiber die abgebrannten Brennelemente in so genannten Interimslagern auf dem Kraftwerksgelände lagern. "Die Bundesregierung verlagert das Problem, anstatt es zu lösen. Den strahlenden Müll hat in Zukunft die Bevölkerung an den AKW-Standorten in ihrer direkten Nachbarschaft - mit allen gesundheitlichen Risiken einer erhöhten Strahlenbelastung", kommentiert Jürgen Sattari, Vorstandssprecher von Robin Wood.