Robin Wood-Aktivisten stoppten Zug mit Atommüll

Sechs Mitgliedern der Umweltorganisation ist es heute Nacht gelungen, den Zug aus dem AKW Krümmel für über drei Stunden zu blockieren. Vier Demonstranten ketteten sich mit Hilfe eines Stahlrohrs an den Schienen fest - sechs Personen wurden festgenommen.

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Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood ist es heute Nacht gelungen, im Hamburger Stadtteil Bergedorf einen Atommüll-Zug aus dem AKW Krümmel auf seinem Weg in die britische Plutoniumfabrik Sellafield zu blockieren. Vier Robin Wood-Mitglieder hatten sich mit Hilfe eines Stahlrohrs an die Gleise gekettet. Die Polizei benötigte über drei Stunden, um die Bahngleise wieder frei zu machen. Der Zug aus Krümmel soll mit weiteren Behältern aus den Atomkraftwerken Brokdorf, Grohnde und Neckarwestheim gekoppelt werden, bevor er die französische Grenze passieren wird.

Der Zug wurde gegen zwei Uhr zwischen Escheburg und Bergedorf aufgehalten. Zwei weitere Mitglieder der Umweltorganisation waren auf ein zuvor an gleicher Stelle aufgestelltes Dreibein aus Gerüststangen geklettert, um sich dort in vier Meter Höhe über dem Boden zu befestigen. Die sechs Robin Wood-Aktivisten wurden festgenommen.

Robin Wood hatte in den vergangenen Wochen die Aufsichtsbehörden und das Bundesamt für Strahlenschutz wiederholt aufgefordert, den Transport abzusagen, da die Sicherheit der drei Behälter des Typs NTL 11 nicht ausreichend geprüft sei. Der Behältertyp habe 1998 mehrere Falltests nicht überstanden und sei daher aus dem Verkehr gezogen worden. Nun würden die Behälter wieder eingesetzt, ohne zuvor realen Belastungstests unterzogen worden zu sein.