Robin Wood-Aktivisten proben Atommüll-Transport in Lüneburg / Bahn ruft zur öffentlichen Distanzierung von Gewalt auf

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Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood haben heute Mittag symbolisch einen Atommüll-Transport durch Lüneburg geführt. Die Umweltschützer rollten mehrere 200 Liter-Atomfässer durch die Innenstadt und befestigen am Ende der Kleinen Bäckerstraße/Am Sande ein Transparent mit der Aufschrift: "Der Castor kommt - Wir stellen uns quer! Hintergrund der Aktion: Anfang kommender Woche sollen strahlende Castor-Behälter aus dem französischen La Hague in Lüneburg eintreffen, von wo sie über Dannenberg nach Gorleben transportiert werden sollen.


Robin Wood rief zudem auch zu einer Großdemonstration in Lüneburg am Samstag (24. März) auf. "Wer vor drei Jahren gegen den Castor war, hat heute keinen Grund, dafür zu sein", erklärte Robin Wood-Aktivist Philipp Horstmann. "Unsere heutige Aktion sehen wir als gelungene Generalprobe für vielfältige Aktionen in den nächsten Tagen.


Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn ihre Entsetzen über die zunehmende Brutalität in Zusammenhang mit den Transporten bekundet. Das Unternehmen fordert alle Politiker, Verbände und Initiativen, die sich rechtsstaatlich und friedlich mit dem Thema auseinandersetzen wollen, auf, sich von Gewalttätern öffentlich zu distanzieren. Zuvor hatten Castor-Gegner Anschläge auf Bahnstrecken und die Berliner Büros der Bahn verübt.