Gegen Kohle und Atom

Robin-Wood-Aktivisten beenden Protestfahrt mit Floß auf der Elbe

Fünf Wochen nach dem Start ihrer Protestfahrt mit einem Floß auf der Elbe sind Robin Wood-Aktivisten am Freitag am Ziel in Hamburg eingetroffen. Bei ihrer Ankunft im Hamburger Hafen entrollten sie an einer Kaimauer ein Transparent mit der Aufschrift "Gegen Kohle und Atom - Die Zukunft ist erneuerbar".

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Die zwölf Naturschützer waren am 25. Juli in Dresden zu der 572 Kilometer langen Tour an Bord der "Robina Wald" aufgebrochen. Nach Angaben von Crew-Sprecherin Steffi Thiemig habe Robin Wood mit der Floßtour "gegen die klimaschädliche und gefährliche Politik der vier großen Energiekonzerne Vattenfall, E.ON, RWE und EnBW" demonstrieren wollen. Vor allem die Menschen in Hamburg seien unmittelbar betroffen, weil Vattenfall ein riesiges neues Kohlekraftwerk in Moorburg bauen wolle und sich weigere, seine maroden AKW Krümmel und Brunsbüttel endgültig stillzulegen, so die Sprecherin.

Thiemig sagte, die Aktivisten seien bei den Menschen entlang der Strecke auf offene Ohren gestoßen. Viele seien an Bord gekommen und hätten sich Informationen besorgt und ausgiebig mit den Teilnehmern diskutiert. Während der Floßtour, die bereits zum dritten Mal über die Elbe geführt habe, hätten Aktivisten in Dresden, Magdeburg und Krümmel mit großen Bannern und Abseilaktionen auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. In Barby habe man sich zudem mit Teilnehmern des Elbe-Saale-Camps und der "Tour de Natur" zu einer Demonstration getroffen.

Das Floß "Robina Wald" lädt den Angaben zufolge am kommenden Wochenende im Hamburger City-Sporthafen zur Information rund um die Themen Energie, Stromsparen und Ökostrom ein. Danach werde es dann aus dem Wasser gezogen und winterfest eingelagert.