Riva Energie: RWE abgemahnt

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Nach Angaben des neuen Stromanbieters Riva Energie GmbH (Essen) arbeitet die RWE Energie im Wettbewerb um Stromkunden mit unlauteren Methoden. Der Ex-Monopolist versuche nach Informationen von Riva, die "abtrünnige" Kundschaft mit falschen Behauptungen und irreführenden Informationen zurückzugewinnen. Dagegen ist Riva jetzt anwaltlich vorgegangen und hat die RWE abgemahnt. Sollte sich der Stromriese nicht verpflichten, die falschen Behauptungen zu stoppen, schließt Riva auch weitere gerichtliche Schritte nicht aus.


Der junge Stromanbieter aus Essen gibt an, in den vergangenen Monaten über 20 000 Kunden akquiriert zu haben. Viele davon kamen von der RWE Energie AG. Riva wirft dem Stromkonzern nun vor, in den Kündigungsschreiben an die ehemaligen Kunden mit falschen Angaben für den Markenstrom "avanza" geworben zu haben. Die Rede war von einer Preissenkung auf 23,99 Pfennig pro Kilowattstunde seit 1. November 1999. Verschwiegen wurde jedoch, dass der Tarif schon bald danach angehoben wurde und heute tatsächlich 24,57 Pfennig pro Kilowattstunde kostet. Unerwähnt war ebenfalls der monatlich Grundpreis von 11,57 DM geblieben.


"Unsere Abmahnung zeigt erste Erfolge", sagte Carsten Knauer, Vorsitzender der Riva-Geschäftsführung. Die RWE hätte ihre Kündigungsschreiben jetzt modifiziert. Jetzt würden sowohl der korrekte Kilowattstundenpreis als auch die monatliche Grundgebühr erwähnt, die Preise jedoch ausschließlich in Euro angegeben. Das sei weiterhin irreführend. Nach Angaben von Carsten Knauer prüfe die Riva Energie GmbH derzeit, ob weitere rechtliche Schritte gegen den Ex-Monopolisten eingeleitet würden.