Richtlinien-Vorschlag der EU: Stellungnahme des Solarenergie-Fördervereins

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Die EU-Kommission hat kürzlich einen Richtlinien-Vorschlag zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen veröffentlicht. Aus diesem Grund hatte der Solarenergie-Förderverein seine Mitglieder zu Kommentaren aufgefordert. Jetzt hat der Verein aus Aachen eine Stellungnahme vorgelegt.


"Von der Sache her geht es um die Verminderung der Kohlendioxid-Emissionen gemäß Kyoto-Protokoll durch Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbare Energien Dies ergibt sich auch aus der Überschrift des Entwurfs und dem ersten Absatz der Begründungs-Einleitung. Diesem Ansatz könnten wir zustimmen, doch im weiteren Text der Richtlinie ist aus der beabsichtigten Förderung der Erzeugung die Förderung des Verbrauchs von grünem Strom geworden und hier widersprechen wir energisch! Durch die scheinbar nur geringfügige Zieländerung von Erzeugung auf Verbrauch ergibt sich eine Fülle komplizierter selbstgeschaffener Probleme, die dann im Richtlinienentwurf mühsam bzw. überhaupt nicht gelöst werden. Darauf soll unsere Stellungnahme aufmerksam machen. Der inkonsequente Gebrauch bzw. der Austausch der Begriffe Erzeugung und Verbrauch geht bereits auf das Weißbuch zu den erneuerbaren Energien zurück. Er ist aber unseres Wissens bisher noch nicht - zumindest nicht im Kreise der Umweltbewegung – als Ursache für irgendwelche Probleme aufgefallen. Es mag deshalb wie Pedanterie oder Rechthaberei wirken, wenn wir jetzt einen scheinbar akademischen Streit um die Frage anzetteln, was denn nun gefördert werden soll, die Erzeugung oder der Verbrauch von ökologisch erzeugtem Strom."


Eine Begründung der Kritik findet sich unter www.sfv.de.