Jährlich 60.000 Tonnen Biodiesel geplant

Richtfest für Biodiesel-Raffinerie in Lubmin

Auf dem Gelände des früheren Kernkraftwerks Lubmin bei Greifswald wird am Donnerstag Richtfest für eine Biodiesel-Raffinerie gefeiert. Das Werk der Ecanol Lubmin GmbH & Co. Premicon Biotreibstoffe KG werde voraussichtlich im zweiten Quartal 2007 die Produktion aufnehmen, teilte Geschäftsführer Oliver Schauder mit.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/sm) - Jährlich sollen in der Anlage etwa 160.000 Tonnen Rapssaat verarbeitet werden, die größtenteils Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern herstellen. Insgesamt entstehen dabei rund 60.000 Tonnen Biodiesel, die unter anderem an Fuhrparks verkauft oder herkömmlichem Diesel beigemischt werden. Als Nebenprodukte fallen 90.000 Tonnen Rapsschrot für die Futtermittelindustrie und 6500 Tonnen Glyzerin für die chemische Industrie an.

Insgesamt investiert das vor drei Jahren in Plau am See gegründete Unternehmen rund 25 Millionen Euro in das neue Werk, in dem 36 Mitarbeiter und sieben Auszubildende beschäftigt werden. Ecanol erwäge inzwischen den Bau weiterer Anlagen in Norddeutschland, sagte Schauder.

Die Raffinerie gilt als erste produktionswirksame Groß-Investition auf dem ehemaligen Atomstandort. In den kommenden Jahren sollen sich in Lubmin unter anderem auch jeweils zwei Gas- und Steinkohlekraftwerke sowie mehrere Stahlbau-Firmen ansiedeln. Insgesamt sollen in Lubmin bis 2012 etwa 1000 neue Arbeitsplätze entstehen.

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