Wettbewerbsfördernd

Rhiel begrüßt E.ON-Pläne zum Kraftwerksverkauf

Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) hat Überlegungen des Stromversorgers E.ON begrüßt, einen Teil seiner Kraftwerksleistung an Wettbewerber zu veräußern. Damit werde mehr Wettbewerb bei der Stromerzeugung geschaffen, was zu sinkenden Preisen führe.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp.djn/sm) - "Nicht der Verkauf von Netzen ist die gute Nachricht", so Rhiel, "sondern vielmehr die Bereitschaft zum Kraftwerksverkauf. Dies ist ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung."

Rhiel sagte weiter: "Wir brauchen mehr Wettbewerb durch neue Anbieter bei der Stromerzeugung, damit die viel zu hohen Strompreise in Deutschland sinken. Dazu benötigen wir eine Öffnung des weitgehend abgeschotteten deutschen Stromerzeugungsmarktes, auf dem die Marktmacht der vier großen Konzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW die Preise bestimmt."

Eine hessische Initiative gegen überhöhte Strompreise, die im März im Bundesrat eingebracht wird, soll für mehr Wettbewerb sorgen. Sie sieht vor, dass notfalls die Stromkonzerne gezwungen werden können, Kraftwerke und Stadtwerksbeteiligungen an Dritte zu verkaufen. Rhiel erhofft sich davon eine Preissenkung "in der Größenordnung von bis zu zwei Cent je Kilowattstunde". Dies würde die Stromrechnung eines Vier-Personen-Haushalts mit 4000 Kilowattstunden Jahresverbrauch inklusive Mehrwertsteuer um knapp 100 Euro im Jahr verringern. Außerdem fordert Rhiel vom Staat, die Stromsteuer mindestens zu halbieren. Dies erspare einem Durchschnittshaushalt weitere 40 Euro pro Jahr.