Einweihung

Rheinland-Pfalz: Solaranlage für Haftanstalt

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Rohrbach ist die erste rheinland-pfälzische Haftanstalt, die mit einer Solaranlage ausgestattet worden ist. Auf dem Dach der JVA wurde auf einer Fläche von über 900 Quadratmetern eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 122 Kilowattpeak (kWp) errichtet.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (red) - Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium mitteilt, können damit rund 72 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart werden. In Rheinland-Pfalz betreibt der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB) zurzeit 23 Fotovoltaikanlagen mit knapp 10.000 Quadratmetern Modulfläche und einer Gesamtleistung von ca. 1.300 kWp; damit werden jährlichen 900 Tonnen CO2 eingespart.

"Die Verwendung von modernen Technologien zur Energiegewinnung bei Bau oder Sanierung von Haftanstalten gehört zunehmend zum Standard in Rheinland-Pfalz", sagte Justizminister Heinz Georg Bamberger bei der Einweihung der Anlage. "Die größten Energieeinsparungs- und Effizienzpotentiale – 50 bis 90 Prozent - stecken in unseren Gebäuden", stellte Umweltministerin Conrad fest. "Deshalb ist es wichtig und sinnvoll, dass sich der Landesbetrieb dieser Zukunftsaufgabe stellt und die regenerativen Energien – wo möglich – einsetzt. Sonnenenergie ist die Zukunftsenergie. Die Sonne stellt uns keine Rechnung."

Der Landesbetrieb LBB hat für den Bereich der regenerativen Energien ein Kompetenzzentrum eingerichtet, das sich auch mit der ganzheitlichen Betrachtung von Gebäuden befasst, um langfristig optimale Gesamtlösungen zu erreichen. Im Rahmen der Fußball-WM 2006 waren Aktivitäten im Zusammenhang mit dem "Green Goal" der FIFA und die Entwicklung eines Konzeptes "Solarstandort Kaiserslautern" ein Schwerpunkt.

Hubert Heimann, Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB sagte: "Wir verfolgen konsequent unsere fünfstufige Energiesparstrategie. Wichtigster Eckpunkt mit dem größten Einsparpotenzial ist die Erhöhung der Wärmedämmstandards bei Neubauten sowie bei Modernisierungen von Altbauten, wobei unser besonderes Augenmerk den Gebäudehüllen gilt. Zweitens setzten wir vermehrt regenerative Energieträger ein wie Fotovoltaik, Solarthermie, Holzhackschnitzel und -pellets sowie außerdem die Kraft-Wärme-Kopplung. Drittens optimieren wir auch den langfristigen Gebäudebetrieb unter Energiegesichtspunkten. Zwei weitere wichtige Strategiepunkte sind das Vertragsmanagement mit Energieversorgern sowie unsere jährliche statistische Auswertung und die damit verbundene weitere Optimierung der Maßnahmen."

Weiterführende Links