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Rheinische Post: RAG will Bergbau in eine Stiftung einbringen

Die RAG will seinen hochdefizitären Bergbau in eine Stiftung einbringen. Das sieht der Plan des Konzerns zum Börsengang vor, der der Rheinischen Post (Mittwochausgabe) vorliegt. Zudem will RAG-Chef Werner Müller die Chemietochter Degussa, an der die RAG bisher 50,1 Prozent der Anteile hat, komplett übernehmen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Nach dem der Zeitung vorliegenden Konzept ist die Degussa "wesentliches Element der Börsenstory wegen der Erwartung einer attraktiven Dividendenrendite". Allerdings bestünden derzeit "weder Managementkontrolle noch Zugang zu den Cash Flows". Für den Komplett-Kauf der Degussa veranschlagt der Konzernchef nach diesem Konzept eine Summe von 3,7 Milliarden Euro, die er zunächst über einen Kredit aufnehmen will. Später ist geplant, den Kredit durch Verkäufe von Tochterfirmen der Degussa wie etwa der Bauchemie zurückzuführen.

Bei der jüngsten Aufsichtsratssitzung der RAG am vergangenen Montag konnte sich Müller jedoch nicht durchsetzen, weil ihm eine belastbare Kreditzusage fehlte. Er hatte sich zuvor bemüht, eine solche Zusage von einem Konsortium um die Citigroup, die Deutsche Bank und Morgan Stanley zu erhalten, war aber zunächst abgeblitzt. Den Banken war die Finanzierung des Degussa-Kaufs nicht sicher genug.