Steigerung

RheinEnergie stellt Jahresabschluss 2005 vor

Mit einem Umsatz von 2,511 Milliarden Euro hat die Rhein-Energie im Geschäftsjahr 2005 ihren Vorjahresumsatz um rund 450 Millionen Euro steigern können. Auf der Jahrespressekonferenz in Köln stellte Vorstandsvorsitzender Dr. Rolf Martin Schmitz die Zahlen und Perspektiven des Unternehmens vor.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - Den Angaben zufolge ergibt sich der höhere Umsatz aus der Preisentwicklung und dem erneut ausgeweiteten Handelsgeschäft im Strommarkt. Mit nahezu 38 Milliarden Kilowattstunden hat die RheinEnergie 2005 fast 23 Prozent mehr Strom verkauft als im Vorjahr (mit knapp 31 Milliarden Stromabsatz). Darüber hinaus konnte sie den Anteil an eigen erzeugtem Strom von 20 Prozent auf ein Drittel erhöhen.

Der Erdgasabsatz ist dagegen mit knapp 9,5 Milliarden Kilowattstunden um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen. Als Grund nannte Schmitz hierfür vor allem die milde Witterung 2005. Leicht rückläufig war auch der Wasserverkauf.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Gas- und Dampfturbinenanlage Niehl II im März 2005 erhöhte die RheinEnergie die Netzeinspeisung der Heizkraftwerke um 67 Prozent. Darüber hinaus ist die Errichtung eines weiteren Kraftwerks in Köln-Niehl geplant. Die Überlegungen zielen auf Steinkohle als Einsatzbrennstoff, bei einem Leistungsumfang von etwa 750 bis 800 Megawatt, so Schmitz.

Außerdem läuft derzeit die Genehmigungsplanung für eine 625-KW-Biogasanlage im nördlichen Erftkreis, eine 1-MW-Biogasanlage befindet sich in der fortgeschrittenen Planung und weitere Standorte würden ermittelt.

Mit Blick auf die Regulierung kommentierte Schmitz: "Natürlich muss die Bundesnetzagentur ihre Aufgabe ernst nehmen und die Energienetze regulieren; sie soll aber auch im Auge behalten, dass sie nicht die Energiewirtschaft im Ganzen reguliert." Er appelierte, nicht die Fehler anderer, bereits regulierter Länder zu wiederholen.

Vorstandschef Schmitz betonte die Rolle der kommunalen Stadtwerke. Die großen kommunalen Unternehmen gemeinsam seien bezogen auf die Kundenzahl mindestens ebenso groß wie jedes der vier Verbundunternehmen. Daher sei es an der Zeit, dass die Politik nach den sogenannten "Großen Vier" auch diese "fünfte Kraft" der regionalen und kommunalen Stadtwerke wahrnehme und ihr faire Zukunftschancen lasse.

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