Bis 2030

Rhein-Neckar soll Fernwärme-Modellregion werden

Die MVV Energie AG will die Region Rhein-Neckar bis 2030 zur Modellregion für eine umweltfreundliche und klimaschonende Wärmeversorgung machen. Fernwärme und Erneuerbare sollen dort künftig über 40 Prozent der Wärmeversorgung decken, der Verbrauch von Öl und Gas soll enorm gesenkt werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Dies kündigte der MVV-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schulten bei der Vorstellung einer Fernwärmestudie an. Danach könne der Anteil der Fernwärme und der Erneuerbaren Energien am Wärmemarkt der Region von heute rund 13 Prozent in den nächsten 20 Jahren auf über 40 Prozent werden.

Die Region verfügt laut MVV über eines der größten und modernsten Fernwärmenetze in Deutschland. Daraus ergebe sich nun auch das Potenzial für einen weiteren Ausbau. Gleichzeitig sollten alle Möglichkeiten des Energiesparens und der Steigerung der Energieeffizienz konsequent genutzt werden: "Wir gehen davon aus, dass wir bis 2030 den Energieverbrauch im Wärmebereich um 21 Prozent senken können, auch wenn im gleichen Zeitraum die zu beheizende Fläche um 20 Prozent zunehmen wird", so Schulten.

Parallel zu geplanten Ausbau von Fernwärme und Erneuerbaren Energien soll der Wärmemarkt-Anteil der fossilen Energieträger Öl und Gas von heute 85 Prozent auf 56 Prozent gesenkt werden. Schulten zeigte sich überzeugt, "dass wir dieses hohe Ziel schaffen können und werden, wenn wir es gemeinsam angehen".

Das Gutachten war von den Fernwärme-Unternehmen der Region - den Technischen Werken Ludwigshafen, den Stadtwerken Heidelberg, Viernheim, Speyer, Schwetzingen und Weinheim, dem Großkraftwerk Mannheim, der Fernwärme Rhein-Neckar und der MVV Energie - bei dem Beratungsunternehmen ENERKO in Auftrag gegeben worden.