Neues Schwergewicht

Rhein-Energie und MVV wollen sich zusammentun (Upd.)

Am Donnerstagabend wurden die Meldungen bestätigt. Es steht fest, wer das begehrte MVV-Paket bekommt: Der Kölner Versorger Rhein-Energie will sich mit den Mannheimern zusammentun. Not amused wird sicherlich MVV-Großaktionär EnBW sein, der seinen Anteil sehr gerne aufgestockt hätte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Mit dem Einstieg der Kölner Rhein-Energie bei der Mannheimer MVV Energie soll ein Gegengewicht zu den vier Großen EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall entstehen. Dass dieser Einstieg unmittelbar bevorsteht, hat sich nach entsprechenden Vorabberichten des Handelsblatts inzwischen bestätigt.

Zur Disposition stand ein 16-Prozent-Anteil, den die Stadt Mannheim abgeben will. Die Kooperationsvereinbarung zwischen MVV Energie und Kölner Rhein-Energie ist quasi in trockenen Tüchern, es müssen lediglich noch einige administrative Hindernisse umschifft werden.

Am Donnerstagabend teilte MVV mit, der Hauptausschuss der Stadt Mannheim habe beschlossen, dem Gemeinderat zu empfehlen, die von der Stadt Mannheim gehaltenen MVV-Aktien an die Kölner RheinEnergie AG zu veräußern. Es soll ein Vertrag zur strategischen Weiterentwicklung der MVV Energie AG und zur dauerhaften Sicherung des Mannheimer Einflusses auf die MVV Energie AG abgeschlossen werden. Der Kaufpreis soll rund 300 Millionen Euro betragen. Der Mannheimer Gemeinderat will in einer Sondersitzung am 12. Juni über die Veräußerung der Aktien an Rhein-Energie entscheiden.

Zuvor hatten sich diverse andere Versorger an dem Anteil der Stadt Mannheim interessiert gezeigt, so beispielsweise die Frankfurter Mainova, die dänische Dong und die belgische Electrabel. Durch den Einstieg des Kölner Versorgers, eines der größten kommunalen in Deutschland, dürfte es mit dem MVV-Großaktionär EnBW knifflig werden. Der Karlsruher Versorger hätte seinen MVV-Anteil schon länger gern aufgestockt, wurde aber nicht erhört.

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