Nutzung ab 2010

Reservespeicher für sibirisches Erdgas bei Waren vorgesehen

Eine unterirdische Sandsteinformation in der Nähe von Waren in Mecklenburg-Vorpommern soll als Reservespeicher für Erdgas aus der geplanten Ostsee-Pipeline dienen. Darüber wurde ein entsprechender Kaufvertrag zwischen der ZMB GmbH und der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) unterzeichnet.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Waren (ddp-nrd/sm) - Am Dienstag sei der Kaufvertrag über einen so genannten Porenspeicher in der Nähe von Waren im Landkreis Müritz mit der Berliner ZMB GmbH, einem Unternehmen zur Vermarktung vom russischen Erdgas, abgeschlossen worden, teilte die BVVG in Berlin mit. Ziel sei es, einen Teil des Erdgases aus der Pipeline in dem Porenspeicher einzulagern. Die Ostsee-Pipeline soll in der Nähe von Greifswald enden und ab 2010 Erdgas aus Sibirien liefern.

Der Porenspeicher sei eine natürliche Sandsteinformation und ehemaliges Bergwerkseigentum, hieß es weiter. Sie sei zu DDR-Zeiten geologisch untersucht, aber bisher nicht genutzt worden. Sandstein ist den Angaben zufolge besonders gut dazu geeignet, Erdgas in größeren Tiefen im Untergrund zu lagern.

Die BVVG ist eine bundeseigene Immobiliengesellschaft, die für die Privatisierung ehemals volkseigener Äcker, Wiesen, Wälder und Gebäude zuständig ist. Seit 1996 ist die BVVG auch zuständige für den Verkauf von Bergwerkseigentum. Derzeit gehören noch 145 Bergwerkseigentümer aus DDR-Zeiten zum Bestand. Dabei handelt es sich vorwiegend um Lagerstätten für Sande, Kiese, Tone, Braunkohle und andere mineralische Rohstoffe.